In Bangkok beginnt am 14. November 2007 unsere Fahrradreise durch Thailand und Laos. Unsere zehnte Station ist Lampang.
Lies hier den ersten Teil des Reiseberichts:
Beginn der Radreise in Bangkok
Lampang

1000 Höhenmeter und 90 km trennen uns von Lampang.
Sven ist die Strecke einige Tage vor uns gefahren und hatte einen Höhenmesser dabei.
Lampang ist eine Stadt fast ohne Touristen und so beschränkt sich das Angebot auf die obligatorischen schmuddeligen Chinesenhotels und einige Häuser der oberen Preisklasse.
Als wir am späten Nachmittag zur Hauptverkehrszeit am Straßenrand beratschlagen, was zu tun ist, hält neben uns ein junger Rentner auf seinem vollgefederten Mountainbike (MTB) und fragt im besten Englisch if he could help us.
So lernen wir Roland aus Leverkusen kennen. Nach einem längeren Gespräch am Rande der lauten Hauptstraße, zeigt uns Roland einige der doch vorhandenen schöneren Gästehäuser und Hotels der Stadt, die aber leider entweder für uns zu teuer oder schon ausgebucht sind.
Und so kommt es, dass Roland uns einlädt, in seinem schönen Haus etwas außerhalb von Lampang die Nacht zu verbringen.

Mit Roland in Lampang
Aus einer Nacht werden zwei und aus 2 werden 5.
Wir fühlen uns auf Anhieb wohl und haben das Gefühl willkommen zu sein.
Gemeinsam erkunden wir die Umgebung von Lampang mit dem Rad und Roland zeigt uns seine Stadt.
Das Frühstück auf der schattigen Terrasse dehnen wir oft bis zum frühen Nachmittag aus und verschieben das Abendessen in die späten Nachtstunden. Mehr als einmal erreichen wir unser Fischrestaurant erst kurz vor Feierabend und haben Glück, dass wir noch etwas zu essen bekommen.
In Thailand gibt es eine Sperrstunde, auf deren Einhaltung streng geachtet wird. So gehen meist um 24 Uhr die Lichter aus. In Ausnahmefällen darf bis 2 Uhr getanzt werden.

Wir besuchen eine Karaokebar, wo sich die weiblichen Actressen für kleines Geld, manchmal auch freiwillig zu einem an den Tisch setzen. Ein richtiges Gespräch ist wegen fehlender Sprachkenntnisse auf beiden Seiten leider nicht möglich. Doch unmissverständlich ist, dass die jungen Damen Steffis Nase toll finden.
Wir sehen eine thailändische Diskothek von innen…

…und besuchen einige Kneipen mit Livemusik.
Tagsüber besichtigen wir einen bekannten Tempel…









…einen kleinen Familienbetrieb, wo Ziegelsteine für den Hausbau komplett von Hand aus Lehm geformt und in einem mittelalterlich anmutenden Ofen gebrannt werden…






Wir sehen zwei Betriebe zur Herstellung von recht geschmackvoller Keramik von innen. Auch hier überwiegt die Handarbeit.








Schwer fällt der Abschied. In den langen Nächten auf der Terrasse unseres fahrradbegeisterten Gastgebers, haben wir viel über Fahrradtechnik…


…und über das Leben in Thailand und die damit verbundenen Freuden und Schwierigkeiten erfahren.




Bevor wir als Gast zur Last werden, setzen wir unsere Reise fort.
Vielen Dank, Roland!
Hier geht´s zum 11. Teil des Reiseberichts
Mit dem Fahrrad nach Chiang Mai